Wind-Acker

Vorgestern kam ich durch den Hunsrück und die Windräder auf dem Acker ließen mich anhalten.

Das geschieht sehr spontan wenn ich ein sehenswertes Motiv entdecke.

Hier war es nicht nur der blaue Himmel mit den vielen Windrädern.

Dieser leichte Widerspruch zwischen den akribisch gezogenen, parallelen Ackerfurchen und den planlos dahin gebauten Windrädern war es.


Also Weitwinkel war klar, damit die Linien der Furchen direkt auf den Betrachter zulaufen.

( Mehr als 28 mm KB hab ich tagsüber nicht dabei, wäre aber angesagt gewesen.)

Und ich musste den Standort ändern, weil die Ackerlinien nicht direkt an der Strasse begannen.


Die Schärfe stellte ich auf ca. 5 m vor mir ein, denn da liegt das Hauptmotiv.

Leider blendete ich nur leicht auf Blende 4,5 ab - mehr wäre besser gewesen. Aber die Augen spielen nicht mehr so gut mit wie früher.

( Ich hielt die Windräder für scharf und war innerlich davon überzeugt, das beim 28 mm Weitwinkel leichtes Abblenden dafür reicht. )


Nun noch den Horizont deutlich über die Mitte rücken (sonst wird's fast immer langweilig).


Und dann zumindest das wichtigste, größte oder vorderste Rotorblatt senkrecht nach nach oben zeigen lassen.

Alle oder mehrere wären schöner, aber die Zeit hatte ich gerade nicht. :D


Bearbeitet wurde nicht wirklich. Ein unwichtiges Windrad rechts hinten schnitt ich ab.

Nicht nur wegen der Bildgestaltung, sondern auch, weil ich denke, dass abschneiden das bessere Wasserzeichen ist.

Und aufgehellt ist es ein wenig, dazu reichte mir bisher Google's PICASA.

Kommentare 4

  • Das ist ja fast wie beim Überraschungs-Ei. Drei Ideen auf einmal. :-)

    Die Rotorblätter mit AP nach oben ausrichten ist ein toller Vorschlag.

    Auch klar, dass die linken Windräder kippen - sie stehen ja auch am äußersten Bildrand des 28 mm Weitwinkels.

    Die ebenso stark kippenden rechten Rotoren schnitt ich ja weg. :-)

    Das mit der Belichtungsreihe kann ich machen, aber einfach ein wenig stärker abblenden tut es auch.

    Trotz der rotierenden Propeller braucht es wirklich kein 1/5000 Sekund zu sein. :-):-)

    -- hmm, auf dieser Notebook-Tastatur gibt es keine Taste für grösser und kleiner .... seltsam.

  • Die Idee hinter dem Bild kann ich total nachvollziehen, die Dinger wachsen jetzt auf dem Acker. :-)

    Aber irgendwie fehlt noch das i Pünktchen. Vielleicht noch ein Wölkchen am Himmel oder die Belichtungszeit so verlängert das Bewegung in die Propeller kommt. Deine Idee mit den Rotorblätter das die alle nach oben stehen sollen wäre doch eine schöne Aufgabe für Affinity Photo.

    Thomas

  • Da hätte sich die Korrektur der Perspektive auf jeden Fall gelohnt. In der linken Bildhälfte kippen die Masten gewaltig. Der bodennahe Aufnahmestandpunkt gefällt mir.

    • Muß Lothar zustimmen. Die Perspektive hätte ich auch korrigiert. Mache doch mal mit dem Objektiv eine Belichtungsreihe, in dem du nur die Blende verstellst. Dann wirst du sehen wann das Bild scharf ist und wann es wieder Unscharf ( Beugungsunschärfe ) wird. Bei den meisten Weitwinkelobjektiven ist die Abbildung bei Blende 8 - 11 am Besten. Sonst ist das Bild ok.