Beiträge von pentaffin

    Es ist relativ einfach.

    Wenn man's kann :)

    Ich habe auch in die verlinkte Galerie geschaut und bin beeindruckt.

    Diese Lichtmalerei (so nennt man das doch, oder?) hat schon seitens der Ausführenden eine hohe Präzision. Das stelle ich mir sehr schwierig vor.

    Also da muss man schon sehr genau hinschauen, damit man merkt, dass es kein Foto ist.


    Der Palm war meiner Meinung nach seiner Zeit weit voraus. Mit meinem ersten "Smartphone" nach dem Palm war nicht lange nicht so zufrieden.

    Ich finde, das Ergebnis geht in die richtige Richtung. :thumbup:


    Und für die erste Annäherung an diese Technik finde ich es nicht schlecht.

    Natürlich bedarf es der Einarbeitung.


    Die Einschätzung des Bilds ist wegen der geringen Größe nicht so einfach.

    Wie Klaus schon schreibt, empfehle ich einen sehr weichen Pinsel mit einer Deckkraft von ca. 10%, den Pinsel so groß wie möglich.


    Für mich ist es ausserdem hilfreich, das ganze nach "Jobs" auf mehrere Ebenen zu verteilen. z.B. Dodge&Burn-Ebenen "Kontur Nase", "Licht Links/Rechts" usw.

    Meistens merke ich mit etwas Abstand, ob die Dosierung richtig ist. Zu viel oder zu wenig kann ich dann mit der Deckkraft der Ebene anpassen.

    Die Glanzlichter bzw. alles, was Hell/Dunkel angeht, mache ich gerne mit einer Dodge&Burn-Ebene.

    In Affinity gibt es ein Werkzeug dafür, das ist recht komplex. Meistens nehme mich eine Ebene, gefüllt mit 50% Grau (bei "Füllungsebene" rastern nicht vergessen) und schalte die in den Modus weiches Licht.

    Wenn Du dann mit weiß (oder schwarz) auf diese Ebene zeichnest, wird der Bereich heller (oder dunkler). Das Ganze sehr feinfühlig (sehr weicher Pinsel mit 10-20% Deckkraft).

    Man muss natürlich sehen, ob die Lichter "ausgefressen" sind oder ob es noch Farbinformationen gibt.


    Bei den Lichtreflexionen am Auge hast Du recht.

    Ganz weg ist vermutlich übertrieben, obwohl es gerne so demonstriert wird. Wenn man das auf einer eigenen Ebene macht, kann man ja die Deckkraft reduzieren und dadurch die Reflexionen nur abmildern.


    Ansonsten würde ich Dir empfehlen, Dir mal Videos zum Thema Frequenztrennung anzuschauen. Das ist (für mich) die optimale Möglichkeit, Hautunreinheiten oder Verfärbungen ( z.B. Sommersprossen) so in den Griff zu kriegen, dass es trotzdem sehr natürlich aussieht. Das ist der Grund, warum ich mich überhaupt traue, ein Portrait nachzubearbeiten.


    Insgesamt versuche ich (fast) nie, Probleme komplett zu beseitigen, sondern eher abzumildern. Falten, Hautunreinheiten, etc. sieht man noch, aber sie dominieren nicht mehr den eigentlichen Bildinhalt.

    Chaoswolf

    Wie hast Du die Hautretusche denn gemacht? Frequenztrennung oder mit der Weichzeichner-Methode?


    Ich würde versuchen, die Glanzlicher noch etwas zu reduzieren. Unterhalb der Augen ist das gut geworden, auf der Stirn und an den Seiten wirkt es noch aufdringlich.

    Die Lichtreflexionen in den Augen würde ich noch wegretuschieren.

    Wenn ich es richtig verstehe, hast Du eine Vorgabe für das Zuschneiden-Werkzeug erstellt.

    Ich würde stattdessen eine Dokumentenvorlage in dieser Größe anlegen. Mit dem Befehl Platzieren kannst Du dann ein Bild oder sogar ein ganzes afphoto-Dokument einfügen. Den Zuschnitt legst Du dann über die Skalierung der Ebene fest.


    Soweit ich die Arbeitsweise von Affinity-Photo verstanden habe, bleibt dann das Originalbild in seiner Auflösung erhalten und beim Export hast Du die Möglichkeit, den Modus der Neuberechnung festzulegen. Dadurch wird auch nur einmal im ganzen Bearbeitungsprozess neu berechnet.

    ego Danke für das Kompliment :)


    Zum Thema Stativ:

    Ich habe oft Probleme, die Kamera ruhig zu halten.
    Und natürlich ermöglicht ein Stativ auch kreative Techniken.

    In diesem Thread kann man etwas über mein "Immer-Dabei-Stativ" erfahren:

    Pseudo-Langzeitbelichtung


    Zu den Objektiven:

    Der Vorteil bei der Pentax ist eben, dass man ältere Objektive (auch mit Autofokus) sehr günstig kriegt.

    Das 55-300 ist neben dem Kit-Objektiv das einzige Neue. Mein ganz altes SMC-A 50/1,7 ist nach wie vor ein exzellentes Portrait-Objektiv. Und das 28-70 F4 liefert gute bis sehr gute Ergebnisse, fokussiert rasend schnell und hat gerade mal 50€ gekostet. Die Schwächen alter Vollformat-Objektive (im Randbereich) relativieren sich bei einer Crop-Kamera sowieso.

    Ich habe einige Zeit lang (bewusst) immer nur ein Objektiv mitgenommen, um es genauer kennenzulernen.

    Inzwischen bin ich meistens mit einem Rucksack unterwegs - trotz größerer Beladung ist die gleichmäßige Belastung besser für meinen (lädierten) Rücken.

    (Die kleine Pentax ME war mal meine Traumkamera.)

    Meine war die SuperA - die steht heute noch im Regal und funktioniert. Filme sind allerdings immer noch teuer :)



    Neulich stand ich vor folgender Aufgabe:

    Schwer zu sagen. Wetter, Aufnahmeposition, verfügbare Objektive, wie stark kann ich zuschneiden ...

    Jedenfalls erstmal so weit wie möglich vom Plüschbären weg. Vom Objektiv her würde ich in Richtung Weitwinkel tendieren, so weit es der gewünschte Bildausschnitt zulässt. Blende so klein wie möglich - ich habe übrigens (fast) immer ein kleines Stativ im Fotorucksack, so könnte ich auch längere Belichtungszeiten in Kauf nehmen. Hohe ISO-Werte vermeiden, um später noch zuschneiden zu können.


    Zum Thema Schärfentiefe ...

    ... habe ich gerade auch ein paar Bilder eingestellt.

    Ausflug zum Finkenrech - Saarland

    Wichtig ist es, die geeignete Aufnahmeposition zu finden. Dadurch bestimmt man, was auf die Schärfeebene kommt, und was nicht. Immer wieder mal in die Knie gehen oder noch näher an den Boden.

    Ein paar Ergebnisse meines heutigen Ausflugs zum Finkenrech. Nennt sich Freizeitzentrum ist aber in erster Linie ein wunderschöner öffentlicher Garten.

    An meinen Bilder sieht man dass er sehr insektenfreundlich ist.

    Die Bilder sind alle mit der Pentax K-S2 und dem Telezoom DA 55-300mm F4-5.8 ED gemacht.

    Alle Bilder sind an der Naheinstellgrenze gemacht. Bei diesem Objektiv ist das ca. 1,5 m. Dabei hat es eine starke Makro-Wirkung und damit eine starke Freistellung.

    Die Blichtungsdaten sind fast gleich:

    Den ISO-Wert habe ich auf max. 400 begrenzt - bei Sonnenschein kann man sich das leisten.

    Die Belichtungszeit liegt bei 1/500 oder mehr. Die Faustregel zum Verwacklungsschutz "Belichtungszeit = 1/Objektivbrennweite" habe ich für mich auf doppelt so schnell erweitert. Ich bin eher ein Zitterhändchen:)

    Die Blende ergab sich daraus - Blende 8 bzw. Blende 10.

    Man wundert sich, dass mit Blende 10 so eine starke Freistellung erzielt wird - das liegt am Makro-Charakter.

    ego

    Da bin ich ganz bei Dir.

    Aus genau diesem Grund habe ich meine jetzige DSLR (Pentax K-S2) gekauft. Daran funktionieren noch Objektive mit Blendenring, sogar mit manuellem Fokus, eine Taste wurde als "echte" Abblendtaste (optisch) definiert.

    Ich fotografiere eigentlich nur im TAv-Modus. Also Zeit und Blende werden von mir definiert, die Kamera passt die ISO an. (Natürlich achte ich auf die ISO)


    Ich möchte mal kurz auf die vielen Motiv-Programme eingehen, die Kameras heute haben.

    Keine Kamera kann zaubern - die Lichtmenge ist immer die gleiche.

    An der Kamera gibt es drei Parameter, um aus der Lichtmenge ein gut belichtetes Bild zu machen.

    Das sind Belichtungszeit, Blendenöffnung ("Blende") und die Filmempfindlichkeit (ISO)

    Bei viel Licht sind kurze Belichtungszeit, kleine Blende, niedrige ISO möglich. Bei wenig Licht umgekehrt.

    Natürlich gibt es viele Kombinationsmöglichkeiten.

    Aber wenn man sich an den Fakten orientiert, wird alles ganz einfach.

    1. Je mehr die Blende geschlossen ist (große Blendenzahl), desto größer wird der Entfernungsbereich, in dem alles scharf ist. (Schärfentiefe)

    Umgekehrt wird es ein Bildgestaltungsmittel: Offene Blende (=kleine Zahl) stellt nur das gewünschte Objekt scharf dar ("Freistellung")

    2. Die Belichtungszeit natürlich durch das Motiv bedingt. Schnell bewegte Motive brauchen eine kurze Belichtungszeit. Je kürzer die Belichtungszeit, desto geringer ist das Risiko, ein Bild zu verwackeln. (Bei Teleobjektiven soll man als Belichtungszeit den Kehrwert der Brennweite nehmen)

    3. Die ISO war früher nach dem einlegen eines Films (logischerweise) unveränderlich. Da liegt ein großer Vorteil der Digitalfotografie. Ansonsten ist es wie damals, Filme mit hohen ISO-Werten hatten nicht die Abbildungsqualität wie mit niedriger ISO. Heute haben wir bei hohen ISO-Werten eben Sensorrauschen.


    Das ganze in Beispielen:

    Ich will eine Blüte fotografieren. Die will ich "freistellen", also so, dass alles andere unscharf ist. Also Offene Blende (soweit das Objektiv das hergibt), dazu möglichst nahe ran, Belichtungszeit dann so passend wählen, dass die ISO nicht zu hoch wird.


    Ich will eine Landschaft fotografieren. Ein recht großer Entfernungsbereich soll scharf werden. Also kleine Blende, das erfordert (bei gleichem Licht) eine längere Belichtungszeit, die versuche ich möglichst kurz zu halten (Verwacklungsgefahr) soweit die ISO das möglich macht.


    Jetzt haben wir schon zwei "Motivprogramme". (Blüten und Lanschaft) Aber vielleicht will ich doch zwei, drei Blüten mehr scharf haben. Also die Blende etwas schliessen. Dementsprechend passe ich auf Belichtungszeit und ISO auf. Schon habe ich ein "3-Blüten-Motivprogramm". 3 Blüten - 4 Blüten? Hat kaum eine Kamera. Also mache ich es gleich von Hand. Die Fehlerquote ist am Anfang groß.

    Als ich angefangen habe, war mein Lieblingsfilm (Kodak Ektachrome 400) sehr teuer für mich. Da hat das weh getan. Mit der Digitalfotografie habe ich die Chance, von 1000 Fotos nur 10 gute zu machen.

    Und heute sitze ich immer noch oft am Rechner und lösche Bilder. Und lerne, was ich falsch gemacht habe. Und nach und nach wird die Fehlerquote kleiner.

    Das ist für mich fotografieren.

    Theoretisch könnte man ja auch ohne eine Bildverwaltung Presets zur verfügung stellen. Dabei könnte man auch eigene Einstellungen speichern.


    Was in der Develop-Persona geht, sind speicherbare Voreinstellungen für die einzelnen Bereiche:

    - Einfach (also Belichtung, Farben/Kontrast(Klarheit etc.)

    - Objektivkorrekturen

    - Details (Schärfen/Rauschen)

    - Tonwerte (Gradationskurven, Split-Toning, Schwarzweiß)


    In gewissem Sinn könnte man das sogar als sinnvoll betrachten, denn kaum jemand wird alle Voreinstellungen komplett übernehmen wollen.

    Ein Details-Preset zum Entrauschen für bestimmte ISO-Werte kann dann schnell mit einem Tonwerte-Preset für eine Landschaft kombinieren.


    Trotzdem halte ich es für unzureichend. Ich mache bei einer Fotosession ca. 10 ähnliche Bilder mit minimalen Unterschieden. Da kann ich ausser dem Zuschneiden alle Parameter 1 zu 1 übernehmen. Das geht mir in der Develop-Persona nicht schnell genug.




    Jedenfalls war es interessanter als Fußball.


    Das große Ding ist wohl das Studio-Link Konzept. Ohne Publisher zu verlassen, kann man jetzt Bilder mit Photo oder Objekte mit Designer bearbeiten.

    Umgeschaltet wird so ähnlich wie bei den Personas in Photo.

    Im Prinzip bedeutet das, man hat ein Dokument (*.afpub) in dem alles drin ist und man hat mit Photo und Designer Zugriff darauf.


    Unter Vorbehalt, weil mein Englisch auch suboptimal ist: Es scheint so zu sein, dass sich in allen drei Dokument-Formaten (afphoto, afdesign, afpub) "das gleiche" befindet, also alles mit jedem Programm bearbeitbar ist. Die Dateieindungen seien nur dafür, dass das Betriebssystem eine Standard-App definieren kann.


    Idee genial - schnelles, effektives Arbeiten, in erster Linie für Layouter. Die Frage ist, wie gut (und schnell) es wohl auf meinem Rechner laufen würde.


    Es wurde noch über Metal-Beschleunigung im Zusammenhang mit dem neuen Mac gesprochen - Affinity hat seine Software wohl darauf hin optimiert.

    Windows-Usern dürfte das wurscht sein - mir auch - mein macmini ist (zum Glück schon) Metal-Kompatibel, kann da aber nicht viel reißen.


    Was ich erhofft hätte, wäre ein Content-Management-System gewesen. Vom RAW-Photo über Taggen, Bewerten, Sterne, das ganze Pipapo bis hin zum fertigen Dokument. Bei Adobe war das immer wichtig. Mir wäre es auch wichtig.

    Affinity glaubt wohl, das mit dem Studio-Link Konzept unnötig gemacht zu haben. Früher wurde es mal versprochen ...


    Dazu noch ein bisschen Selbstbeweihräucherung - das übliche halt.


    Mehr war meiner Meinung nach nicht.

    Ein tolles Programm.


    Info für die Mac-User:

    - die Spracheinstellung (Deutsch) funktioniert - genauer gesagt schon beim Starten ist deutsch eingestellt. (das war weiter vorne im Thread ein Problem)


    - das "Installieren" - also das Kopieren der Programmdatei in den Programme-Ordner - funktioniert nicht über den Link im dmg-Image. Also zweites Fenster mit Programme-Ordner öffnen und direkt reinziehen.


    - Der erste Start muss per Rechtsklick > Öffnen erfolgen.

    Gerade entdeckt und getestet:

    https://skylum.com/de/l/dcw


    Ich bin kein Freund des "klassischen" HDR-Effekts und habe auch keine Belichtungsreihen.

    Aber zum aufbessern einiger Problembilder (Abendstimmung, schöner Sonnenuntergang, Vordergrund unterbelichtet) ist das Programm prima.


    Wer mit Safari auf den Link klickt, wird auf eine andere Seite weitergeleitet, mit Opera hat es bei mir geklappt.