Stürmische Zeiten

  • Privat mag ich es eher ruhig, auf Reisen darf es jedoch gerne stürmisch werden, besonders an der See. Hier eine kleine Reihe auf der Insel Texel bei de Cooksdorp aufgenommen. Beliebt ist der breite Strand bei den Wassersportlern, jedoch schwimmen ist lebensgefährlich aufgrund der starken Strömung.

    Dies sind meine Amateuraufnahmen und die Kamera zeigt oft ein Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen. In AP mit dem Tone-Mapping Toll nachbearbeitet.
    Konstruktive Kritik ist jedoch wie immer stets Willkommen, zumal ich meistens im Automatik-Modus oder die Sonnenuntergangs-Einstellung benutze. Für Tipps zu manuellen Einstellungen (um mehr herauszuholen) wäre ich Euch sehr dankbar! Meistens benutze ich meine Olympus OMD-D EM-5 mit dem Standardobjektiv 12-50 mm 1:3.5 - 6.3 EZ. Danebem habe ich noch ein Low Cost Objektiv 40 - 150mm 1:4 - 5.6 ED (ist schon meine gesamte Ausrüstung, was besseres habe ich nicht :saint:).

  • Hallo klaus

    bei meinen Aufnahmen ist natürlich auch viel Unbrauchbares dabei. Gerade bei widrigen Verhältnissen, viel Wind, viel Sand in der Luft nehme ich mir nicht besonders viel Zeit für eine Aufnahme. Bei dem kleinen Tele 40 - 150 sehe ich den Unterschied schon zum anderen deutlich, das es nicht so lichtstark ist. Besonders beim raus zoomen fällt die Lichtstärke ab. Auf der anderen Seite bin ich nicht der Typ, viel Geld für etwas angeblich besseres auszugeben, wenn sich in der Praxis nicht die erhoffte Wirkung zeigt. Daher meine Frage ob mit manuellen Blenden/Verschlusszeiten (abseits des Automatik-Modus) man noch was rausholen könnte.

  • Hallo Rick,


    die Kenntnisse um Blende, Belichtungszeit und ISO sind sicherlich oftmals hilfreich. Für mich sind für die Bildgestaltung die Blende und weniger oft die Belichtungszeit wichtig. Eine fehlende Lichtstärke des Objektives kann möglicherweise je nach Motiv und Situation durch eine längere Belichtung auffangen werden. Dabei sind Kamera- oder Objektivstabilisierung oder ein Stativ hilfreich oder gar notwendig.


    Wie ich immer wieder bei guten Fotografen feststelle, sind aber die Kenntnisse um die Bildgestaltung und deren Anwendung für ein gelungenes Bild deutlich wichtiger als die Technik. Ich sehe immer wieder Bilder, die mit meiner Kompaktkamera gemacht wurden und um Welten besser sind, als meine Bildchen. Kreativität gehört leider nicht zu meinen Kernkompetenzen. Ich werde vermutlich immer der Knipser bleiben.


    Auch wenn neue Technik sehr viel Spaß machen kann, steht für mich der Nutzen im Vordergrund. Außer gelegentlichen größeren Ausdrucken sehe ich meine Bilder nur auf dem iPad oder irgendwo im Web. Somit wird von den vorhandenen 24 MP nur ein Bruchteil tatsächlich im fertigen Bild genutzt. Die 100% Ansicht bei der Bildbearbeitung sind da schon die Ausnahme.


    Ich muss aber auch gestehen, dass mich eine Leica Q2 schon reizen würde, aber ....

  • Mir gefallen deine Bilder nebst eingefangenen Stimmungen sehr gut.

    Ich habe keine Tipps zu den Einstellungen, denn ich bin auch ein Banause, in diesem Gebiet. Ich knipse und habe viel Ausschuss und doch auch gute Bilder. Ständig will ich mich mal einfuchsen, aber, ich glaube, da es für mich reicht, kommt mir immer Anderes dazwischen ;) Nicht, dass ich keine schlauen Bücher hätte.... :P


    Zu deinen Bildern: Das erste mit dem Wellensaum, hast du es nachgeschärft? Mir persönlich ist es schon zu scharf. Der Wellenkamm könnte m.E. ein wenig weicher gezeichnet werden. Ja, das zweite ist noch ein wenig grisselig, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch.

    Das dritte, die Schaumbläschen finde ich absolut genial! :thumbup:

    Und die beiden letzten so schön sanft, sie laden zum Träumen ein.

  • Wie schon von den anderen gesagt, schöne, stimmungsvolle Bilder.

    In meinen Augen ist auch für mich das Gespür für den richtigen Moment und das richtige Motiv wichtiger als die Technik die man zum fotografieren benutzt. Sicher hat man mehr Möglichkeiten wenn man mit den nicht gerade billigen Pro Linsen von Olympus unterwegs ist. (Ich möchte mein M. ZUlK0 Digital ED 12-40mm f/2.8 PRO Objektiv jedenfalls nicht missen.) ISO Seitig ist man ja leider mit dem etwas kleineren Sensor etwas gehandikapt, es fängt halt doch schon recht zeitig zu rauschen an. Aber auch das passt ja zu manchem Motiv...

    LG Sakas

  • Mit dem einarbeiten ist es ganz einfach. Einfach direkt vor einer Tour sich etwas bestimmtes vornehmen oder ein Tour direkt danach planen. Wir sind oft losgezogen und Langzeitbelichtung zu "üben". Oder mal bei Greifvogel Parks usw. vorbei schauen (falls man so etwa mag) um da mehr Handling zu kriegen. Vielleicht ist der eine oder andere Workshop auch interessant. Etwas Theorie wie alles zusammenspielt (Blende, Belichtung, Tiefenschärfe, Goldener Schnitt usw.) ist auch von Vorteil Dafür gibt es ja den fotolehrgang.de (nein, ich habe keine Verbindung zu dieser Seite).

    Gerade um den Ausschuss sollte man sich keinen Kopf machen. Mit 10% bin ich zufrieden. Bei Urlauben kommt ab und zu etwas mehr raus. Ich merkte das bei mir auch sehr schnell, das mit jedem Urlaub (bei dem Thema zu bleiben) ich von meiner Seite aus zufriedener war mit den Bildern. Klar, heutzutage müssen wir uns nicht um jeden Klick den Kopf machen ob das alles nun so geklappt hat und wie lange die Entwiklung braucht. Ich glaube aber früher hat man mehr nachgedacht über ein Bild, heute ist man dafür experementierfreudiger.

    Bei der Technik scheiden sich halt die Geister. Die beste Technik nützt nur was, wenn man sie auch nutzt. Ich erinnere mich an meine Anfangszeit der Digitalfotografie (ca. 2005). Was haben die Leute in Foren für Vergleiche und Tests gemacht (nach dem Motto mein Kungfu ist besser als deins). Wenn man den ganzen Leuten glauben darf, kann man Heutzutage ja nur gute Bilder mit den besten Linsen machen. Z.B. einem Nikon 105mm/F1.4 (wobei die Linse ich schon geil, ich hatte die im Rahmen eines Workshops mal zum testen) oder dem 14-24/F2.8. Wie Sakas schon sagte, das beste Zeug taugt nichts, wenn man keine Auge hat :D

    Ok, zuviel Text, Sorry.

    Die Bilder haben eine schöne Stimmung. Bei Bildern wie Nr. 3 kannst du vielleicht noch etwas mit der Perspektive spielen (falls du noch einmal die Gelegenheit kriegst).

    5 muss ich mir morgen mal im Büro im großen anschauen. Vielleicht kann man da das Tier rechts unten optisch etwas aufhellen.

  • Hallo Alhazred,

    nein nicht zu viel Text. Vielen Dank für deine Tipps. Das Schaf bei Nr. 5 unten rechts, war schon fast schwarz, da kann man wohl kaum noch was aufhellen.
    Habe diesen Bereich sogar etwas abgedunkelt, bin ein Fan von solchen Kontrasten.

  • Ok ich hab mich falsch ausgedrückt :D Aufhellen würde ich das so, dass das Schaf sich etwas besser hervorhebt. Vieleicht kommt es hier bei mir nur so dunkel rüber. Ich muss das morgen halt mal auf einem normalen Monitor mir anschauen.

    Die Tipps sind halt meine Erfahrung die ich gemacht habe. Früher habe ich (Anfang der 90er) einiges an Geld für Abzüge ausgegeben. Über den Kunst Kurs beim Abi kam ich ja überhaupt zu diesem Thema (da hatte man halt ein Motto, welches umgesetzt werden musste, incl. selber in der Dunkelkammer rumhampeln).

    Der Rest kommt halt mit der Zeit. Wenn man mit der Technik "blind umgehen kann" kann man sich halt aufs Foto konzentrieren. Ich wurde auch schon oft verflucht, wenn ich mal 15min ein Bild belichtet lassen habe.